Segeln in der Karibik 2

Felix, Enkel und Oberpirat ist wieder in FdF abgeliefert und es steht eine Menge Arbeit an. Aber mal der Reihe nach:

Di 21.2.2012 Nach erfolgreicher Ruderreparatur und mehrerer „Rumpartys“ in Rodney Bay haben wir uns wieder auf den Weg nach Norden gemacht. Erster Ankerplatz – Grand Anse d’Arlet (im Südwesten von Martinique). Zu fast mitternächtlicher Stunde (10:00 vormittags J) weckt uns ein um Pink Panther „kreisendes“ Dingi mit einem ganz besonderen „Typen“ . Harald Klärner, mehrfacher Weltumsegler, Buchautor und Künstler (auch Lebenskünstler) aus Kärnten, unterwegs mit seinem Kat „Florimel“ möchte uns kennenlernen – Na ja sollte in Folge sein „Problem“ werden!

Nachmittags sitzen wir bereits auf Pink Panther, Harald hat seine Conny mitgebracht, die aber leider in den nächsten Tagen bereits nach Österreich abreist. Zum Sundowner sind wir auf Florimel eingeladen – man muss sich ja kennenlernen – und das geht am Besten bei Rum,… - Aber nicht zu vergessen, die leckere Pasta von Harry!

Am Freitag segeln wir nach FdF (Fort de France)und gehen in unmittelbarer Nähe von Florimel vor Anker (was sich noch als verhängnisvoll erweisen sollteJ)

Nachmittags fahre ich mit Harry zum Segelmacher (er kennt das Revier und die wichtigsten Leute!)um dort den Gennaker endgültig zu entsorgen (Material ist bereits zu spröde für Rep. L)

Samstag versuche eine Füllung für unsere Gasflasche zu bekommen – keine Chance!

Harald kommt zum Sundowner, den wir gleich zur Partynacht mit viel Musik verlängern.

Harald ist in der Österreichischen Musikszene ein „bunter Hund“, hat er doch in seiner Studienzeit für diverse Österreichische Musiker und Bands Konzertplakate entworfen.

Es ist die Erste Nacht von vielen, die wir, stöbernd im „fast unerschöpflichen“ Musikarchiv von Pink Panther, gemeinsam mit „Mr. Barbados Rum“ verbringen.

Montag und Dienstag vergehen mit diversen Besorgungen (es ist ziemlich aufwändig in unbekanntem Terrain, der französischen Sprache nicht mächtig, diverse Besorgungen zu machen!

Langfahrtsegler wissen wovon ich schreibe.

Am Dienstag gibt es zur Feier des Tages (Gas ist besorgt!) Krautfleckerl für alle Össis! Dann wieder unvermeidlich Musik, heute mal mit „Mr. Gin-Tonic“.

Wir beschließen, dass Florimel auch ein Lazy Bag braucht, das wir in den nächsten Tagen nähen werden.

Als uns Harald gegen Mitternacht verläßt, scheint er sich nicht allein im Dingi zu befinden JJJJJ

Am Sonntag den 4.März ist das Lazy-Bag nach mehreren Anproben endlich fertig – ist gut gelungen!

Am Nachmittag haben wir Kontakt mit dem Eignerpaar von „Fun-Too“. Beide über 75, Deutsche Aussteiger und mittlerweile viele Jahre gemeinsam unterwegs.

Montags gibt’s Sundowner-Party auf Pink Panther.

Das „Nähfieber“ hat mich gepackt – ich werde mir auch die Sprayhood (mit Scheibe) und für das Bimini ein Seitenteil nähen (Regen- und Sonnenschutz).

Donnerstag, 8.3. Pink Panther und Florimel (Harald begleitet uns noch ein Stück Richtung Norden) gehen Anker auf. Wir benützen nur die Fock, machen aber gute 6Kn Fahrt, genug für unseren geplanten kurzen Schlag (10sm) in die nächste Bucht.

Abends das „alte Spiel“ – Sundowner und Musik (wir kopieren für Harald ein Musikprogramm auf seine Festplatte) Bleibt noch zu erwähnen, dass sich Harald in den letzten Tagen in FdF zusätzliche Boxen für das Cockpit seiner Florimel gekauft und eingebaut hat (Vorbild: Pink Panther)

Freitags segeln wir nach Saint Pierre – im Norden von Martinique – Abends gibt’s Reispfanne mit Ananas, Bananen, Erdnüsse,.. auf Florimel – Lecker! Musik hat auch nicht gefehlt (Harry hat ja mittlerweile auch eine sehr gute Auswahl an Bord!)

Samstag wird St. Pierre und der Markt unsicher gemacht – Abend‘s gibt es ein Abschiedsessen auf Pink Panther (wir gehen morgen nach Dominica) – gegrillter Fisch und ….

Sonntag 11.3. – Frühstück gibt’s noch gemeinsam auf Pink Panther (wurde zu später Stunde so beschlossen J)und dann geht’s nach Roseau (SW von Dominica)

Dienstags, nach Sightseeing weiter nach Portsmouth (NW von Dominica)

Als wir Nachmittags vor Anker liegen, kommt ein Boot mit einem jungen Paar an Bord längsseits.

Sie haben die Fähre nach Port a Pitre (Guadaloupe) verpasst und suchen eine Mitfahrgelegenheit.

Machen einen netten Eindruck und wir vereinbaren, dass Sie morgen um 08:00 an Bord kommen.

Wir gehen an Land – Sightseeing – Abendessen im „Big Papas“ (Fisch Creole*****)

Olivia und Sandro sind vor 08:00 bereits hier, wir Frühstücken gemeinsam und segeln dann los.

Super Segelwetter (20-22Kn querab – machen konstant über 10Kn Fahrt)

Sandro und Olivia, sie eine junge Spanierin (23) ist als Spanisch Lehrerin in Guadaloupe, waren noch nie an Bord eines Segelschiffes und genießen die Überfahrt.

Nachmittags zeigen sich Wale in voller Pracht (springen aus dem Wasser!)

In Point a Pitre trinken wir eine Abschiedspunsch und bringen Sandro und Olivia an Land.

Donnerstag und Freitag machen wir „klar Schiff“ und Samstag die unvermeidliche Einkaufstour mit dem Leihwagen (Am Sonntag kommen ja Pur Walter und Co!)

Sonntag, 16:00 Walter, Trude, Franz, Maria, Hansi und Uschi werden per Dingi an Bord gebracht.

Natürlich sind „all die guten Sachen“, die man uns aus Ö. mitgebracht hat auch dabei – Danke

Da auch der Akku für den Fotoapparat dabei ist gibt’s wieder Fotos für die Homepage.

Bei Pasta mit Seafood und Wein, später Rum, lassen wir den Tag ausklingen.

Montag – 09:00 Anker auf, ab zu den Isles les Saintes (Insel der Heiligen) – Was ich da mit dieser „Bande“ anfangen soll, kann ich mir sehr schwer vorstellen J

Uschi wird leider Seekrank, aber Sie schlägt sich tapfer.

Trude und Maria haben bereits Ihren Stammplatz beim Segeln gefunden (Vorne am Netz!)

Wir Männer packen die Schnapskarten aus (Walter und Franz sind nicht gut genug für 2xHans und dürfen abends abtrocknen!)

Pink Panther segelt brav seinen Kurs und wir gehen vor der Insel der Ziegen (Ilet a Cabrit) vor Anker – Bade- und Schnorchelzeit!

Dienstag geht’s nach dem „Fitnessprogramm“ (schwimmen) und Frühstück weiter nach Portsmouth (Dominica). Um 15:30 werden wir am Ankerplatz von Albert mit seinem Boot abgeholt (Pink Panther versucht ja soweit als möglich im voraus zu planen, damit der Urlaub auch wirklich Urlaub ist!) – wir machen einen Ausflug in den Indian River. Ein herrliches Naturschutzgebiet (Motorverbot für die Boote – rudern!) Hier wurden viele Szenen der „Fluch der Karibik – Filme) gedreht. Zurück an Bord gibt es unvermeidliches für Langfahrtsegler – irgendwas geht immer kaputt! – der Kühlschrank will nicht mehr L - Abends „Fisch Creole“ im „Big Papas“ und Rum an Bord!

Mittwoch geht’s weiter nach Roseau – ich gehe bereits 04:30 Anker auf damit wir vormittags bereits unsere Inseltour starten können. Um 09:00 gibt’s, bereits an einer Boje vor Roseau festgemacht, Frühstück (Omelette a la Skipper), bei dem uns Markus (mein Ansprechpartner vor Ort) und Bobby Brown (unser Fahrer und Guide) Gesellschaft leisten.

Um 10:00 geht’s dann los, ab in den Urwald zu den Spanish Falls, weiter zu den Trafalgar Falls, kreuz und quer durch die Insel, mit den diversen „Stopps“ (Uschi-Guschi,…)

Zurück in Roseau gibt’s erst einige „Sundowner“ in der „Ruine“ und heiter geht’s dann zurück an Bord zum Abendessen mit anschließender Party (Tanzen erlaubt!)

Donnerstag – 04:00 der Skipper legt ab und segelt Richtung Le Marin – ich muss unbedingt den Kühlschrank reparieren (lassen?)

Wind ca. 25Kn etwas „holprige“ See und Walter hat ein nasses Bett (Luke nicht richtig geschlossen J)

16:00 le Marin Marina, habe einen Techniker gefunden – Elektronische Steuereinheit ist kaputt – wird ausgetauscht und alles wieder in „Kälte“. Die Crew mittlerweile vom Bummeln zurück macht sich landfein – Abendessen im „Mango Bay“

Freitag 10:00 Ab geht’s von Le Marin nach Rodney Bay (St Lucia) – Delfine zeigen sich kurz – um 15:00 fahren wir an Land (Gäste machen Shopping Tour – ich besorge Lebensmittel –„Rum“)

Dann gibt’s in der Marina Bar einen Cocktail.

Harald (liegt mit seiner Florimel ebenfalls vor Anker) kommt auf einen Sundowner vorbei und gemeinsam geht’s dann auf die freitägliche „Rumparty von Gros Islet.

Samstag – es geht mit dem „Local-Bus“ nach Castries auf den Markt – ein Erlebnis der besonderen Art.

Nachmittags herrscht an Bord relative Ruhe – die Damen holen Ihren „Schönheitsschlaf“ nach, und bei den Männern ist eine „4er-Schnapserrunde“ angesagt.

Sonntag Vormittag machen unsere Gäste noch einen „Wanderausflug“ nach Fort Rodney – nachmittags segeln wir nach Marigot-Bay – leider regnet es am Abend – wir bleiben an Bord.

Montag – herrlicher Sonnenschein – Frühstück (Walter klopft wieder seine Sprüche J)- dann werden alle Sachen zum Trocknen an Bord aufgehängt und die Bande zu „Spaziergang“ und Sightseeing an Land gebracht. Treffen uns mittags in Doolittle’s Bar auf einen Cocktail und segeln dann mit Pink Panther weiter nach Soufriere, wo wir an einer Boje festmachen (Ankerverbot – Marina Naturpark).

Von einem „Boatboy“ kaufe ich einen 5kg Mahi Mahi – es gibt Fischsuppe und gegrillte Fischsteaks.

Dienstag 06:45 Frühstück – wir wollen heute den kleinen Piton (Gr. und Kl. Piton = Wahrzeichen von St Lucia) bezwingen. Auf den Großen Piton (2619 feet) führt ein Wanderweg – der kleine Piton (2416 feet) ist eine Kletterpartie (?).

Wir verlegen Pink Panther noch an eine Boje unmittelbar unter dem kleinen Piton und machen uns mit unserem Führer um 07:45 auf den Weg. Der „King of the Mountain“ wie sich unser Führer bescheiden nennt, ist barfuß, voll eingeraucht und trägt stolz eine enorme Rumfahne vor sich her.

Walter, Uschi, Hansi und Bettina kehren nach ca. 35min um und begeben sich zu den Wasserfällen, die wir ja auch noch besuchen wollen. Wir, Trude, Maria, Franz und ich, marschieren mit unserem „King“ weiter. Es wird langsam wirklich eine Kletterpartie. Trude und Maria bleiben mit dem Führer weiter hinten, Franz und ich versuchen den Piton zu bezwingen. Leider mussten wir ca. 200m unter dem Gipfel umkehren, es wurde Franz einfach zu steil. Nach dem Abstieg besuchten wir noch die Wasserfälle und haben uns dann am Strand mit den Anderen getroffen. Da ich kühles Piton (local-beer) dabei hatte, war ich sofort willkommen (vor allem von Walter, der in einem „Restaurant“ fast 2 Stunden auf ein bestelltes Bier gewartet hat L)

Der kleine Piton hat vorerst gewonnen – aber ich komme wieder – dann ist er fällig!

Am Abend holt uns Malcolm (mein „Agent“ vor Ort) mit seinem Motorboot und bringt uns zu einem Creolischen Restaurant**** zum Abendessen. Rumpunsch gibt’s dann in der Skipper Bar und „Nachschlag“ an Bord.

Montag – vormittags liegen wir noch in Soufriere und segeln dann mittags in die Anse Conchon (Schweinchenbucht), wo wir zur Happy Hour in einer Hotelbar „erwartet“ werden.

Super Stimmung an Bord- gängige (Segel)Sprüche:

Schott Hansi – „Schott zieh Leine“

Schneiderbauer Franz – „Du g‘scheide Du!“

Walter – alles was mit SEX zu tun hat!

Trude – „Ohropaxschläferin“ – Walter (nein kein Sex J – er schnarcht!)

Uschi – „Uschi – Guschi“

Die Cocktails in der Hotelbar sind gut und günstig wie immer! (Happy Hour)

Beim Abendessen hat Walter ein Problem – er ist beim Schwimmen in einen Schwarm „Nesseltierchen“ gekommen und hat jetzt einen stark juckenden Ausschlag am ganzen Körper.

Donnerstag – wir segeln wieder nach Rodney Bay – das Ende des Urlaubs naht.

Mittags fahre ich dann mit Walter zu einem Arzt.

Allein der Anblick der Ärztin bewirkt bei Walter eine erkennbare „Besserung“ J

Mit Tabletten und Salbe geht’s zurück auf Pink Panther.

Damen machen noch eine Shopping-Tour und anschließenden Cocktails.

Freitag 05:00 Anker auf und ab nach Martinique – Frühstück gibt’s auf hoher See.

Wir ankern in der Schölcher Bucht nähe FdF. Einige machen einen kurzen Landbummel, der Rest geht schwimmen und relaxt an Bord.

Abends gibt’s Kotelett und „Portwein“ dazu gemütliches beisammensitzen (Spieleabend)

Samstag wird vormittags noch ausgiebig geschwommen und dann geht’s ab nach FdF. Maria und Trude genießen nochmals das Segeln von Ihren Lieblingsplatz am Netz – und es gibt noch ein Geschenk an Poseidon – Maria versenkt Ihr „Tiger-Badetuch“ – trotz sofortigem MoB (Mann über Bord Manöver) ist es nicht mehr zu retten – es versinkt.

Was lernen wir daraus? – Man braucht in der christlichen Seefahrt dringend ein BoB (Badetuch über Bord Manöver), das von der EU-Kommission in Brüssel dringend ausgearbeitet werden muss! J

In FdF treffen wir Marion und Harald (2 Deutsche), die wir bereits aus Griechenland kennen.

Nach Vereinbarung bringt uns ein Taxi zum Abendessen in ein gutes Lokal – welches leider „geschlossene Gesellschaft“ hat, wir fahren zum nächsten – kein Platz frei, so geht es noch 2 oder 3mal – mir „Platzt der Kragen“ – ich verlange, dass man uns unverzüglich zurückbringt – nach ca. 1,5Std sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt – zum Glück war der Fahrpreis € 30,- vorher fixiert worden. Wir finden zum Glück gleich ein sehr gutes Restaurant in unmittelbarer Nähe!

Sonntag Vormittag gibt’s noch Sightseeing für die Gäste, Bettina und ich haben volles Programm, kommt doch am Abend bereits unser VIP-Gast Felix (Oberpirat und Enkel) mit „Personal“.

Noch ein Abschiedsfoto am Kat und dann bringe ich diese, uns sicher unvergessliche „Bande“ zum Flughafen.

Eure Bemerkungen wieder zu kommen, sehe ich als eine „Ankündigung eines Terroristischen Anschlag“ gegen meine Leber und Lunge (Walter - Danke für die guten Zigarren!)

Trude, Maria, Uschi, Franz, Hansi und Walter – es war eine schöne Zeit mit Euch!

Da fliegen sie zurück ins Nasskalte Österreich – Mensch bin ich froh hier bleiben zu dürfen J

 

Ja, und dann kam FELIX – aber das ist eine andere Geschichte

(Fortsetzung folgt)