Segeln in der Karibik 6

 

Freitag, 4.Mai:

Nach dem Großeinkauf bei Carrefour (Ossi und Judy kommen morgen aus Ö) und dem anschließenden verstauen der Vorräte fehlt nur noch ein Grundnahrungsmittel (Bier)   Wird sofort besorgt J

Der Samstag beginnt gleich super – die Wasserpumpe arbeitet nicht – Fehlersuche – nach einiger Zeit wird ein defektes Kabel unter der Sitzbank als „Übeltäter“ entlarvt und entsprechend ersetzt.

In den nächsten 5 Stunden wird das Unterwasserschiff von Bewuchs gereinigt (WWF würde ein geschütztes Riff proklamieren ;o) ) und dann mache ich mich auf den Weg zum Flughafen.

Um 18:50 landen ja Ossi & Judy (mit einigen wichtigen Sachen im Gepäck!)

Am Flughafen dann elend langes Warten – unsere Mühlviertler sind wahrscheinlich bei einer Kreuzung über dem Atlantik falsch abgebogen und haben daher über 2 Stunden Verspätung ;o)

Zur Begrüßung an Bord gibt’s dann gleich Rumpunsch und es wird auch sofort ein „Mitbringsel“ ausgepackt (Foto1)

Nun, nicht ganz das was ich mir erwartet habe ;-(

Bettina strahlt, sie hat von Judy’s Schwester jede Menge Halsketten und von Judy Ihr „Fluffy-Bild“ bekommen (2,3)

Nach dem Abendessen in einem Creolen Restaurant gibt es auf Pinki noch etwas Rumpunsch und Zigarren (Ja, es wurde gleich eine lange Nacht!) (4)

Am Sonntag wird nach dem Frühstück (Mittag) zur Grand Anse gesegelt. Eine ausdauernde, hartknäckige Regenwolke hängt über der Bucht – Na ja, bevor wir zu nass werden, gehen wir lieber schwimmen!

Montag 05:00 – Anker auf und Pinki macht sich auf den Weg nach St Lucia – Ossi und Judy sind noch nicht ganz Seefest, schlagen sich aber tapfer (5) – Beim fliegenden (schwimmenden“) Händler wird Obst gebunkert (7,8) - Nachmittags dann Landgang – Abends dann die Ersten Würfelpartien (da die Mühlviertler noch nicht in Form sind, bleibt Ihnen nach den Niederlagen nur der Trost mit „Mr. Bounty Rum“ – Sie werden auf diesem Törn noch viel Trost brauchen J)

Am Dienstag sind wir am Nachmittag plangemäß zur Happy Hour in der Anse Cochon

Es werden in der Hotelbar die diversen Cocktails durchgekostet (9,10,11)

Nach dem Abendessen (Pasta an Bord) wollen Ossi und Judy Ihre neue Taktik beim Würfelpoker in die Praxis umsetzen – Es blieb beim „Wollen“ und beim Trost mit Mr. Bounty.

Mittwoch ist mein Tag

Es haben sich im Gepäck doch noch diverse Sachen für den Skipper, sprich Pink Panther, gefunden.

Vormittags montiert Judy die neue Batterieladeüberwachung (begleitet von einzelnen Regenschauern und „schöpferischen Pausen“) (12-15)

Während Ossi und ich den neuen stationären Computer (und damit das Bordeigene W-Lan System) installieren und in Betrieb nehmen. (16)

Anschließend geht’s dann Richtung Marigot Bay.

Dort angekommen wird ein ordentlicher Manöverschluck (frische Trinkkokosnuss mit Rum) (17) genossen (wegen der Gesundheit)

Da es wieder zu regnen beginnt geht’s ab ins Wasser, natürlich mit Regenschirm (Ossi’s bereits etwas schüttere „Rasta-Locken“ sollen nicht nass werden!) (18)

 

Da Ossi’s gefangene Fische zwar immer größer werden (19,20,21), aber für eine Mahlzeit doch nicht ganz reichen, gibt es Steak mit Pfeffersoße und Rotwein (22)

Nach dem Abendessen geht’s dann in Doolittle’s Bar.

Dawson (Steeldrummer) gibt zwar heute leider kein Konzert, aber bei ein paar Cocktails und einigen Runden Billard (Ossi kann sein, durch das Würfeln doch etwas angeschlagene Ego mit einigen Siegen wieder auf „Vordermann“ bringen), (23) wird’s ein launiger Abend.

 

 Donnerstag 05:00 Anker auf und Kurs auf Wallilabou Bay (St. Vincent).

Trotz Ossi’s Wache (24), der sich beim Billiardspiel (oder war’s der Rum) anscheinend überanstrengt hat, bzw. wegen anderer Aufmerksamer Segler (25) werden die Wale, die unseren Kurs kreuzen (26) nicht übersehen ;-)

In der Wallilabou Bay wurden 2003 Teile von „Fluch der Karibik“ gedreht.

Bettina als Jonny Depp Fan war natürlich total begeistert (27–37)

Freitag Mittag geht’s dann weiter nach Bequia.

Bei 32 Kn Raumen Wind „fliegt“ Pinki fast in die Admirality Bay.

Abends gibt’s nach dem Abendessen dann für die Mühlviertler wieder Trost bei Mr. Bounty.

Sie haben Ihre Würfel noch immer nicht unter Kontrolle L

Samstag Vormittag wird Bequia unsicher gemacht (Obsteinkauf und vor allem ein „Reparatur-Seiterl wegen der Gesundheit)

Nachmittags geht’s dann an den Strand (38–42)

Abendessen gibt’s in einem einheimischen „Restaurant“

Sonntag machen wir uns nach einem ordentlichen Frühstück auf den Weg, vorbei an einigen Häusern von Bequia und den Steinhäusern der „Hippie-Siedlung“ Moonhole (43,44,45)

Bei bestem Segelwetter geht’s ab zu den Tobago Key’s, auch „Tor zum Paradies“ genannt.

Die Key’s sind ein Marine Park (Naturschutzgebiet) mit herrlich grünem Wasser, schneeweißen Sandstränden und einer fantastischen Unterwasserwelt (46-52)

Montag sind wir noch immer Horseshoe Reef und Ossi hat neue Freunde gefunden, die können zwar nicht Würfelpoker, aber fressen Ihm nach kurzer Zeit sogar aus der Hand (53)

Beim Landgang auf den kleinen Inseln finden wir „Drachen“,  die in großer Zahl dort leben (55-57).

Abends gibt’s für die Möwen die Reste vom Fisch (58,59,60).

Dieser wurde uns am Vormittag Fangfrisch von einem „Bootsboy“ geliefert (In den Key’s ist Fangverbot – Marinepark!)

Beim Würfeln gibt es eine Überraschung – die Mühlviertler gewinnen erstmals.

(Lag wahrscheinlich am „Treibstoff“ – anstelle Mr. Bounty wurde „English Harbour Rum“ aus Antigua getrunken).

 

Kein Wunder, dass Ossi beim Frühstück so gut gelaunt ist (61), oder liegt es an seiner neuen „Liebe“ zu „Überreifen“ Camenbert (für Manfred L. - Camenbert ist keine Frau sondern Französischer Käse!)

Mittags dann ein kurzer Schlag nach Mayreau in die Salt Whistle Bay.

Beim Strandspaziergang (62-64) finden wir die „Last Bar Before The Jungle“ und müssen uns dort ordentlich stärken (65-67).

Mittwoch 05:00 (ist eine gute Zeit für Pink Panther) machen wir uns auf den Weg nach Norden.

Zwischenstop in Bequia zum Ausklarieren (ja auch als Segler sind diverse Ein- und Ausreiseformalitäten einzuhalten) und weiter in die Cumberland Bay in St Vincent (68-70)

Eine schöne Bucht mit dichtem Palmenwald und Bananenstauden bis an den Strand.

Beim Schnorcheln entdecken wir jede menge Schlangen im Wasser (71)

Donnerstag geht es ab nach Soufriere zu den Pitons (72) auf St Lucia.

Während der Überfahrt sehen wir wieder Wale.

Unter Segel ändern wir den Kurs und kommen ganz nah ran.

Weiter geht die „stressige“ Reise.

Ossi kämpft mit dem Computer (73) und versucht die Daten einer „kollabierten“ Festplatte zu retten.

Judy bringt die Leinen auf dem Vorschiff in Ordnung (74) und der Skipper (75) ……. Richtig! Er konzentriert sich auf die nächsten anstehenden Manöver („schluck“)

 

 In Soufriere sehen wir beim Einlaufen noch einige Delfine und einen Fischer mit „Recycling – Reusenbojen“ (76)

Nach dem Festmachen an einer Boje (Ankerverbot weil das Gebiet ein Marine Park ist!), geht es mit dem Dingi in die Stadt zum Einklarieren und dann zu Bier und Rumpunsch in die „Skipper Bar“

 

Freitag Mittag machen wir uns auf den Weg nach Rodney Bay – dort steigt ja heute Abend in Gros Islet die wöchentliche Rumparty.

Unterwegs treffen wir „Piraten“ (77), die sich aber schleunigst aus dem Staub machen (lag wahrscheinlich am „Wohlgeruch“ von Ossi’s Camenbert J)

In Rodney Bay, vor Anker sichten wir noch ein „ordentlich motorisiertes Beiboot“ 4x300PS (78)

Nach weiteren „Verschönerungen“ an Pink Panther (79,80) gibt es Siesta (81,82)

Wir müssen uns für den Abend Fit machen.

Bettina (83) kann’s kaum Erwarten auf die Rum Party zu kommen.

Ein langer, feuchter (kein Regen!) Abend mit Creolischer Küche, Rum und Zigarren nahm seinen Lauf.

 

Anmerkung des Autors: Da diese Web-Seite frei zugängig ist wurde auf die Veröffentlichung diverser Aufnahmen von dieser Nacht wegen Gefahr des Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz verzichtet.

 

Nach einem kräftigenden Frühstück geht es Samstagvormittag dann gemächlich zum Bus - wir fahren nach Castries zum Markt.

Der Fahrer vom Public-Bus war anscheinen nicht auf der Rum - Party, denn er fährt wie die „S..“

Nach dem Marktbesuch und dem Einkauf diverser „Mitbringsel“ und Gewürzen geht es zurück zu Pink Panther (etwas langsamerer Busfahrer, aber immer noch schnell genug für die Verkehrs- und Strassenverhältnisse)

 

Keine Fotos! Siehe Anmerkung des Autors.

 

Da der Skipper am Sonntag bereits zeitlich (05:00) von Rodney Bay abgesegelt ist, sind wir bereits gegen 10:00 in St Anne (Martinique) (84)

Dort gibt es Frühstück und dann ab ins Wasser.

Das Unterwasserschiff wird vom Skipper gereinigt und Ossi bemüht sich erneut um Verpflegung (85)

Da das Ergebnis zu wünschen übrig lässt und auch die anschließenden Würfelpartien für die Mühlviertler nicht zufriedenstellend ausfallen, bleibt wieder nur der Trost von Mr. Bounty.

 

Montag 21.Mai – Ossi fängt einen Fisch (Ja einen „Großen“) aber der Reihe nach:

Nach der Abfahrt in St Anne haben wir Steuerbord voraus einen Mono – guter Wind – und der hat nur seine große Genua draußen. Also den können wir packen – ein bisschen die Schoten „zupfen“ und schon holen wir auf. Hart am Wind gesegelt, können wir dann nördlich am Roc de Diamant durchgehen, der Mono muß aufkreuzen und geht südlich (der weitere Weg) am Diamante vorbei - Ja und da beißt der Fisch (86)

Etwas später gehen wir in Grand Anse am Riff für ein paar Stunden vor Anker, wir wollen noch mal Schnorcheln gehen (87-91)

Als ich vom Schwimmen zurückkomme, kommt ein Segler mit seinem Dingi längsseits – sieht Ossi und Judy und entschuldigt sich, er glaubt das Boot zu kennen.

Dann sieht er Bettina und alles ist klar:

Es ist    Jens,     den wir das letzte Mal vor mehr als 3 Jahren in Marmaris gesehen haben.

Wir verabreden uns für ein abendliches Treffen auf Pink Panther.

 

Nach der kurzen Fahrt in die Bucht und dem Ankermanöver (mit Manöverschluck) gibt es Abendessen.

Da Judy mit seiner Portion scheinbar nicht so glücklich ist (92), hat Bettina noch dazu gekocht.

Ossi hingegen ist richtig „Happy“ mit seinem Fisch (93)

Als Jens zu Besuch kommt wird mit Mr. Bounty kräftig wiedersehen gefeiert (94)

Er war "unten", und hat Kap Horn gemacht. Ist dann wieder die Brasilianische Küste rauf und geht jetzt (Juni) nach Norden und dann zurück nach Europa.

Wir wünschen Ihm gute Fahrt!

Als er uns dann zu später (oder früher?) Stunde verlässt, scheint mir, dass er seit Marmaris das Cola nicht mehr so gut verträgt und er leichte Gleichgewichtsprobleme davon bekommt.

 

                           Jens, das würde ich von einem Arzt untersuchen lassen!

 

Nach wenig Schlaf gibt es Frühstück (es herrscht merkwürdige Appetitlosigkeit an Bord von Pink Panther)

Jens Boot, die SY Annie liegt auch noch vor Anker.

Eigentlich wollte er ja schon am frühen Morgen nach Domenica segeln?

Mit einem Kurzbesuch mit dem Dingi verabschieden wir uns von Jens (er bleibt doch bis morgen, damit seine „Colanachwirkungen“ verschwinden) und wir segeln die 6 sm nach Fort de France.

Dort werden dann nachmittags noch einige Partien Würfelpoker gespielt (das Ergebnis war sowieso schon vorher klar!), und um 16:00 verlassen uns Ossi und Judy Richtung Flughafen.

2 schöne, abwechslungsreiche Wochen sind viel zu schnell vorbei.

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp für Ossi und Judy:

 

Es gibt am Flughafen einen „Lost and Found Schalter“

Vielleicht ist dort Euer verlorenes Würfelglück (-können) abgegeben worden 

Wir freuen uns schon auf den nächsten Törn mit Euch (Kuba 2013?) JJJJJ