Cienfuegos – Montego Bay – Saint Maarten

 

Nachdem wir unsere Innviertler wieder heim geschickt haben, sind wir mit dem öffentlichen Bus nach Cienfuegos gefahren - Reisedauer ca. 4 Stunden – da es aber kaum ohne „Kubatypische Pannen“ (Reifenschaden auf der Autobahn) geht, hat die Tour fast 7 Stunden gedauert ;-(

 

In Cienfuegos verbrachten wir noch ein paar Tage mit unseren Freunden und haben, nachdem wir die Zigarren- und Rumvorräte maximiert hatten, Kuba am 10.April verlassen.

Es war eine herrliche Zeit und wir kommen sicher wieder hierher zurück.

 

Nach 52 Stunden haben wir in Montego Bay einen Zwischenstopp eingelegt.

Beim einlaufen in den Yachtclub hat sich der Steuerbordmotor „verabschiedet“.

Da Pink Panther ja bekanntlich fast alles doppelt hat, konnte das Ankermanöver trotzdem ordentlich ausgeführt werden.

Nach 1.Diagnose dürfte sich der Kolben im 1.Zylinder verabschiedet haben (zumindest die Kolbenringe). Eigentlich dürfte das nicht sein, da bei diesem Motor in Marmaris bei ‚Cetin Marin‘ eine komplette (und daher auch relativ teure) Generalüberholung (Zylinder Hohnen, neue Kolben, Ringe,…..) gemacht wurde. Seit dieser Zeit ist der Motor erst rund 800 Stunden gelaufen.

Da wir aber ohnehin nach St. Maarten wollen, werde ich dort den Motor ausbauen und genauer unter die „Lupe“ nehmen.

 

Am 18.April verlassen wir Montego Bay mit Ziel St. Maarten.

Wir wollen gegen Wind und Strömung unser Ziel nur unter Segel erreichen.

Natürlich haben wir als „Sicherheit“ unseren Backbord-Motor, aber ich bin sicher, es geht auch ohne!

 

Da wir leider meist nur sehr schwachen Wind (8-12Kn) und teilweise kräftige Strömung gegenan (bis zu 3Kn) hatten, hat unser Törn etwas länger gedauert.

Während der Fahrt hatten wir mehrmals „Gäste für eine Nacht“ (Vögel auf Wanderschaft!) sowie des Öfteren Delfinbesuch.

Tageweise machten wir manchmal bei gesegelten 90sm nur 25sm in Richtung unser Ziel.

In der letzten Nacht bekommen wir auf den letzten 100sm ordentlich „was auf die Mütze“.

Wir geraten in eine Gewitterfront, die uns 6 Stunden mit heftigen Regenschauern (und entsprechendem Blitz und Donner – Bettina „was not amused“ da Sie vor Gewitter große Angst hat) eindeckt.

Das bei solchen Verhältnissen dann auch noch 2 Frachtschiffe ganz nahe unseren Kurs kreuzen, wovon einer direkt auf uns Kurs gehalten hat (hat uns lange nicht bemerkt!) hat natürlich nicht zur Entspannung an Bord beigetragen.

Aber am 5.Mai erreichen wir gegen Mittag St. Maarten und Pink Panther geht nach

17 Tagen und mehr als 1700 gesegelten sm (bei 850sm Distanz) in eine verdiente Ruhepause.

Außer einem gebrochenen Schäckel am Großfall gab es keinerlei Probleme auf diesem Törn ;o)

Nach der Einchecken und der Einfahrt in die Lagune treffen wir Michi von der Winward Star (vormals Besitzer der Cirque de Solei), den wir aus Marmaris sehr gut kennen, hier wieder.

Er und seine Brasilianische Freundin Nina haben sich in den letzten Tagen eine ganz liebe kleine Katze namens Felicidad zugelegt.

Neben seiner Winward Star ist in der Nacht zuvor eine Motoryacht wegen defekter Lenzventile gesunken.

Am späten Nachmittag müssen wir uns vom Yachtclub (hat eine hervorragende Bar), direkt neben der Hebebrücke, das Auslaufen eines Frachters ansehen – ziemlich enge Geschichte!

Und es gibt natürlich immer genug Gründe zu feiern (und zu tun!).

 

Nach erfolgreicher (zum größten Teil in Eigenregie) Reparatur des Motors folgendes Resumee:

Die Kolbenringe im 1.Zylinder haben sich „aufgelöst“ und der Kolben im 3. Zylinder war zu klein!

Laut Yanmar Mechaniker in St Maarten haben die Kolben wesentlich mehr als 1000 Arbeitsstunden hinter sich (wurden aber laut Rechnung in Marmaris neu eingebaut!).

Nachdem der Motor erneut gut gelaufen ist, haben einige Tage später die Diesel - Einspritzpumpe und die Ankerwinsch eine „Meuterei“ mit Arbeitsverweigerung angezettelt.

Ein, vom „Kriegsgericht“ angeordneter Austausch durch eine neue Einspritzpumpe und eine neue Wicklung des Winschmotors haben wieder geordnete Verhältnisse auf Pink Panther hergestellt.

Diverse Näharbeiten (Dingi-Sitz,…) wurden auch erledigt!

 

Als dann an Bord wieder alles passte, konnte am 1.Juni auch der (wiederholte!) 33.Geburtstag des Skippers gefeiert werden.

Nach einigen Ausflügen und weiteren Partys in der „Lagoonies Bar“ (Freitags immer mit toller Live Musik ) und auf Pink Panther (immer mit herrlichem Kuba Rum und Zigarren) haben wir dann am 12.Juni St. Maarten verlassen.

Bei der Lagunenausfahrt haben wir noch bei unseren neuen Freunden Jörn und Nate (SY Renaisance) vorbeigeschaut und ein Treffen in Martinique bzw. Bequia vereinbart.

 

Nach 33 Stunden ist dann, nach flotter Fahrt (256sm), in Martinique der Anker „versteckt“ worden.

Einige Tage später sind dann Jörn und Nate eingetroffen (haben Zwischenstopp in St Kitts gemacht) und wir haben uns in die Anse Mitan (gegenüber Fort de France) verlegt.

Am 4.Juli haben wir uns dann gegen Abend, nach entsprechendem Einkauf in den „Shopping Malls“ (auch für unsere Freunde in Bequia), auf den Weg nach Bequia gemacht.

Nach herrlichen Nachtsegeln haben wir dann in den frühen Morgenstunden in der Admirality Bay geankert.

Die Wiedersehensfreude war groß, wir hatten Bequia am 10.Dezember mit Kurs Kuba verlassen.

Nach einer kleinen Party im „Fig Tree“ gab es natürlich wieder mal „Trouble“.

Beim Außenborder funktionierte nur mehr der Retourgang – also „rückwärts“ heim zum Pink Panther (Ehrenwort – ich hatte nicht zu viel getrunken!!!)

Das Getriebe wurde dann in den nächsten Tagen in Robins Werkstatt in Eigenregie gerichtet.

 

Am 17.Juli haben wir dann im Haus von Jürgen eine Geburtstagsparty für Robin abgehalten.

Mit dabei, John (Ire und Robins Freund), Shawn und Ellie, Jürgen und Annalena (seine Tochter), Bettina und Ich, ja und nicht zu vergessen Bettinas neuer Freund Tito (Jürgens „Aufpasser“)

Der 70iger wurde richtig gut gefeiert, und Robin hat mit John die Flasche „Kuba-Motoröl für ältere Racing-Engines“ gleich geleert.

Da dadurch die Fahrtüchtigkeit von Robin etwas eingeschränkt wurde, haben wir Ihn mit seinem Fahrzeug kurzerhand in den frühen Morgenstunden nach Hause geschoben  ;o)

Am 23. Juli haben wir uns dann mittags auf den Weg nach Grenada gemacht.

Beim abendlichen Zwischenstopp in Tyrell Bay (Carriacou), dort haben wir für Jürgen eine Ankerkette abgeliefert, haben wir Wolfgang mit seiner Ocean-Wolf nach mehr als 8 Monaten wieder getroffen.

Am nächsten Tag ging es dann flott auf der Ostseite von Grenada südwärts.

Bei 10-13Kn Wind durfte dann der Gennaker auch wieder an die „frische Luft“.

Nach zügiger Fahrt hatte dann, beim Einlaufen in die „Hogs Anchorage“, der Kiel auf der Backbordseite kurz unerwünschten Kontakt mit Korallen.

Außer einigen Kratzern im Antifouling ist aber zum Glück nichts geschehen.

Der Süden von Grenada hat viele herrliche und sehr sichere Buchten – diese sind aber durch vorgelagerte Riffe gut gegen „Besuch“ geschützt.

Grenada,…         aber das ist dann eine andere Geschichte!