Cuba & D‘ Innviertler Crew 1“

 

Nachdem die „Innviertler – Bande“ wohlbehalten in Havanna Airport gelandet ist und wir den Leihbus übernommen haben, machen wir uns auf den Weg zu unserem Quartier in Havanna Stadt. Bei Rum und einer Zigarre wird von der Dachterrasse aus das Treiben auf dem Hauptplatz einige Meter unter uns beobachtet.

Nach kurzer Zeit erscheinen auch Rosi und Werner (der als „Bestausgebildeter Rum & Alkoholspürhund“ wahrscheinlich sofort unser Fährte aufgenommen hat) vorbei.

Abends machen wir uns dann auf ins El Guajirito zum Abendessen.

Nach einer sehr guten Paella mit Meeresfrüchten, Fisch,… geht es dann zu später Stunde zurück zum Quartier.

Wir verabschieden uns noch von Werner und Rosi, die ja Morgen nach Österreich (in die Kälte) zurückfliegen müssen.

Am Morgen geht es dann nach dem Frühstück, am Anfang auf Nebenstraßen und dann auf der Autobahn Richtung Westen. Natürlich müssen wir nach kurzer Zeit eine Rast einlegen (Walter hat Durst!).

Da Durst ja etwas Schreckliches ist, machen wir sofort Zwischenstopp bei einem „Kubanischen Rosenberger“

Bei der Fortsetzung unserer Fahrt werden wir von einem ca. 30jährigen, gutaussehenden Kubaner angesprochen. Sein Auto hat eine Panne (in Kuba ganz was Seltenes J) und ob wir ihn mitnehmen könnten.

Auf Grund der „schmachtenden, hoffnungsvollen Seufzer“ aus den Kehlen unserer Mitreisenden Damen, rücken wir zusammen und weiter geht die Fahrt.

Unser Passagier wird dann sofort von unseren Damen in einem Englisch-Spanisch-Kauderwelsch einem Verhör unterzogen. Es stellt sich heraus, dass er der leitende Agraringenieur auf einer Tabakfarm kurz vor Pinar del Rio ist. Wir bringen ihn direkt auf die Farm und werden dort als „Danke“ zu einer speziellen Führung (mit Besuch des „Allerheiligsten“ – den Trockenhäusern) eingeladen. Nach 1 Stunde ausführlichem Vortrag sind wir fast fähig eine Tabakfarm zu führen J

Wir bekommen dann noch Anschauungsunterricht im Zigarrenrollen.

Dazu erhalten wir alle eine Zigarre (richtig stark – wie sie die Einheimischen Rauchen) und es wird wohlschmeckender Cuba-Kaffee serviert.

Wir teilen dann auch noch einige Geschenke (Kugelschreiber, Kappen,…) aus, die sehr erfreut angenommen werden, und machen uns weiter auf den Weg nach Vinjales (wo ja der Beste Tabak der Welt wächst!).

Bei der Ankunft in Vinjales suchen wir ein kleines „Einheimischenlokal“ zwecks „Futter-fassen“ auf (man lebt ja nicht nur von Rum allein!). Nach einer guten Mahlzeit müssen wir aber sofort in die nächste Bar – zum Glück liegt unsere „Favoritenbar“ gleich ein paar Schritte weiter.

Beim 1. Mojito werden noch die Oldtimer auf der Straße beobachtet, aber mit jeder weiteren Runde…..

Als dann auch noch El Trincho (86jährig!) mit seiner Band zu spielen anfängt, gibt es kein Halten mehr. Die Band bekommt sofort aktive „Innviertler Unterstützung“ durch Hans P. an den Bongos – der aber durchaus als „echter Kubaner“ durchgehen würde !?

El Trincho gibt dann nach 2 Stunden "Supermusik" noch einige Autogramme.

Wir machen uns dann auf den Weg unsere Quartiergeber aufzusuchen – El Papo und seine Frau warten sicher schon!

Die Quartiere wurden schnell bezogen und die Betten von den meisten gleich auf ihre „Schlaf- und Erholungstauglichkeit“ getestet.

Das, normalerweise tägliche Schnapsen wurde ohne großen Kommentar, wohl wegen diverser Mojito(un)verträglichkeit verschoben.

Nach dem Abendessen war dann relativ früh Ruhen angesagt – Na ja, es war ja auch ein „starker“ Tag (Ja, auch Mojitogläser haben einiges an Gewicht, wenn man genug davon stemmt!), und Morgen…..

Am nächsten Tag machen wir uns nach einem reichhaltigen Frühstück mit Papo als Führer auf den Weg in die Weiten des Vinjalestales. Bei einer „Farm“ sehen wir einen wirklich „Alten“ Kubaner spazieren gehen – an der einen Hand seine Enkel- oder Urenkeltochter (ca. 4 Jahre) und in der anderen Hand die Leine mit … (Nein – kein Hund – einer ausgewachsene Sau).

Beweisfotos gibt’s nur auf der Kamera von Hans Puttinger.

Standort der Kamera: 21°37,5741N 81°33,9319W ca.4m unter NN (Normalnull!) – aber das ist eine andere Geschichte.

Ich durfte dann beim Weitermarsch meine „Agrarischen Fähigkeiten“ beim Pflügen mit Ochsen unter Beweis stellen. Bei der herrlichen Wanderung , wobei wir auch hoch in die Hügel gestiegen sind (die Aussicht von dort ist nur schwer in Worte zu fassen) können wir jede Menge Greifvögel beobachten (Kuba ist nicht nur ein Rum- und Zigarren- sondern auch ein Vogelparadies)

Nach Abschluss der Wanderung machen wir dann gegen 13:00 eine Mittagsrast.

Frisch gestärkt starten wir dann zum 2.Teil unserer Führung – Es geht zu der wohl spektakulärsten der vielen Höhlen im Vinjales-Tal – in die „Cueva del Indio“. Die ca. 1km lange Höhle wurde durch einen unterirdischen Fluss ausgewaschen. Sie soll schon den Tainos (Urkubanern) als Versteckgedient haben, als Kolumbus und seine Männer im Goldrausch taumelten. Die Höhlentour endet mit einer ca. 10minütigen Bootsfahrt auf dem unterirdischen Flusslauf.

Nur mit einem Höchstmaß an Phantasie (oder der proportionalen Menge Mojito) erkennt man in den angestrahlten Tropfsteingebilden, was einem die Führer sugerieren: die 3 Schiffe von Kolumbus, ein Seepferdchen, einen Leguan, eine Riesenschlange,…

Nach diesem „Abenteuer in der Unterwelt“ machen wir noch einen Abstecher zur „Mural de la Prehistoria“

In grellen Farben erzählt die Mandmalerei am „Mogote dos Hermanas“ die Geschichte der Evolution, angefangen bei der Amöbe über die Dinosaurier bis zum Homo Sapiens. Die Idee zu diesem Werk hatte Celia Sanchez Manduley, einst die Lebensgefährtin von Fidel Castro. 1961 erhielt Leovigildo Gonzales Morillo dann den Auftrag.

Abgesehen von der artistischen Leistung an der ca. 120m hohen und 180m breiten Felswand, scheint die Herausforderung für Ihn aber ein bisschen zu groß gewesen zu sein.

Nach der Ankunft im Quartier wird sofort die, gestern verschobene „Schnapserrunde“ gestartet.

Bei Zigarren, Bier, Mojito, Schnapser, Gang und Bauer vergeht die Zeit zum Abendessen wie im Flug.

Das Abendessen, ein fulminantes Mahl mit Suppe, Fleisch, Fisch,diversen Salaten, Gemüse und verschiedenen Reissorten, ist ein krönender Abschluss eines herrlichen Tages in Kubas Natur.

Am nächsten Morgen nehmen wir Abschied von unseren Quartiergebern und machen uns auf den Weg nach Cienfuegos – Pink Panther wartet.

Als wir gegen 16:00 in der Marina eintreffen, wird, während ich die Anmeldungsformalitäten erledige, von der Crew der Mojito an der Marina-Bar getestet (und für Gut befunden).

Nach dem Bezug der Kojen machen wir uns dann gegen 18:30 mit Piedro und Tequilla (Nein – nicht schon wieder Alkohol – Tequilla ist ein Pferd!) auf dem Kutschenwagen auf den Weg in die Stadt, um im Restaurant „Bouyon 1825“ unser „festes Abendessen“ zu konsumieren.

Am Morgen besuchen wir dann die Markthalle mit der „Frischfleischabteilung“ und versorgen uns mit dem notwendigen Proviant für unseren anstehenden Segeltörn (außer Rum – davon ist ja immer genug an Bord J). Während ich die Einkäufe an Bord bringe und Verstaue, nutzen die Anderen noch die Zeit für einen kleinen Stadtbummel.

Zurück zur Marina lassen sie sich dann ganz „standesgemäß“ mit Oldtimern fahren.

In der Marina ist ein etwas älterer Rahsegler, der im letzten Sturm an der Pier sank, zu bestaunen.

Er wurde in der letzten Wochen durch Pumpeneinsatz gehoben, hat sich aber nach dem Abschalten der Pumpen in der folgenden Nacht dann gleich wieder „auf Grund“ gelegt.

Nach dem Ausklarieren und dem vorgezogenen Abendessen (16:00) und einem „Abschiedsbierchen mit Zigarre“ verlassen wir die Marina von Cienfuegos und machen uns auf den Weg nach Cayo Largo.

Nach dem Auslaufen und dem notwendigen Segeltrimm wird gegen 18:00 natürlich noch ein bisschen „Geschnapst“).

Nach dem herrlichen Sonnenuntergang macht es sich die Crew für die Nachtfahrt bequem. Manche in der Koje, andere…. (jeder eben auf seine Art!)

07:45 – Alarm

Unmittelbar vor Cayo Largo hat Walter seinen 1. Hochseefisch (eine stattliche Königsmakrele) an der Angel.

Nach der Bergung seines Fangs" laufen wir die Marina in Cayo Largo zum Einklarieren an. Mit Unterstützung unseres Freundes Pire (Marinachef) sind wir nach 15 Minuten wieder klar zum Auslaufen und „Beachen“ Pink Panther nach kurzer Fahrt an der „Playa Sirena“.

Während sich die Crew auf Inselerkundung begibt (und so manche Überraschungen erlebt!) nutze ich die Gelegenheit um das Unterwasserschiff von Bewuchs zu reinigen.

Am frühen Nachmittag gibt es wieder eine Kartenrunde.

Hoppla, was ist das? Hat sich da ein „Verlierer“ versteckt oder muss die „Flüssignahrung“ verdaut werden?

Gegen 17:00 sichten wir dann eine besondere Spezies von „Buckelwalen“, die Pink Panther umschwimmt.

Nach dem Abendessen (Königsmakrelen-Fischsuppe!) gibt es einen höchst amüsanten „Dominoabend“ (Walter wäre vielleicht eine Domina lieber gewesen, aber kein Schreibfehler: DOMINO).

Nach einigen anstrengenden Runden – Domino und Rum – sucht sich jeder seinen Lieblingsplatz, lässt den Tag Revue passieren und genießt den lauen Abend mit dem wunderbaren Sternenhimmel.

Frühstück gibt’s während wir segeln – und nach kurzem Törn geht’s mit dem Dingi zum Schnorcheln ans nahe Riff.

Nach einer anstrengenden Rifftour muss man sich erholen – manche brauchen Schlaf – andere den „Nervenkitzel“ einer „heißen Schnapserparty“.

Wobei für Franz etwas Schlaf vielleicht auch ganz gut gewesen wäre, da er nach einiger Zeit mit einer „nervösen Handbewegung“ die Karten an die Fische verteilt hat.

Na ja, ob die Nervosität vom „Bummerlstand“ hervorgerufen wurde, oder er beim Schnorcheln den Haien und Barracudas die Karten versprochen hat?

Es bleibt sein Geheimnis J

Da sich genügend Schnapskarten an Bord befinden, gibt es aber für die weiteren Partien keine Probleme.

In den folgenden Tagen bleibt uns das Anglerglück weiter hold, und wir holen einige große Barracudas (mit Biss-spuren anderer Barracudas) an Bord. Diese werden aber wegen der Gefahr von Ciguatera-Vergiftung nicht verkocht, sondern wieder Neptun übergeben.

Wir machen uns auf den Rückweg vom Canal de Rosario.

Von Norden droht eine Schlechtwetterfront, und die wollen wir besser in Cayo Largo abwarten, falls….

Bei 30-35Kn ‚Raumen Wind‘ fliegt Pink Panther so richtig dahin - Hans kann vom Steuern gar nicht genug kriegen.

Ja und Walter macht (fast) den Fang seines Lebens!

Ein Riesen-Barracuda hängt an der Angel – beim Einholen der Leine wird aus Walters 20minütigem  Kampf plötzlich nur mehr ein „Geplänkel“ – Ein Hai war schneller und hat Ihm den größten Teil des Barracudas „gestohlen“ (ein Barracuda-biss ist glatt, ein Hai-biss hingegen ausgefranst und Halbrund!)

Mach Dir nichts draus Walter, wir habe gesehen welch ein Prachtstück Du an der Angel hattest!

Vor Cayo Largo ankern wir und machen uns mit dem Dingi auf den Weg in die Marina.

Vor dem Abendessen brauchen wir natürlich gleich mal einen Mojito (oder2,3,4..,) wobei Walter mit „Stirnfransen“ nicht allzu Happy aussieht (Immer noch traurig wegen des "verlorenen Fangs"?)

Er wird aber dann mit einem herrlichen Sonnenuntergang „versöhnt“.

Wobei Ihm aber das anschließende Abendessen mit Fisch, Lobster und Krabben wohl lieber war.

Dazu gab’s dann noch Cuba-Live Musik – Herz was willst Du mehr!

An Bord lassen wir dann bei etwas „Cuba-Medizin“ (Legendario) und Zigarren den Tag ausklingen.

Ja und Morgen früh fahren wir dann raus zu Cayos Majaes – mal schau’n wie die Sandinseln auf die Innviertler wirken – Fortsetzung folgt J