Jamaika – Natur Pur

 

26.Dezember - 21:00 Holger & Gudrun landen mit etwas Verspätung in Montego Bay.

Am nächsten Tag geht es bereits Mittags unter Segel Richtung Port Antonio ostwärts (gegen Wind und Strömung)

Dort soll am 3.1. die Hochzeit stattfinden. Wir wollen einige Zeit vorher anwesend sein um alles Notwendige zu organisieren bzw. überprüfen.

Da unsere Schleppangel immer draußen ist, und wir auch manchmal Glück haben, dauert es nicht lange und Holger hat seinen 1. Mahi Mahi (Goldmakrele) am Haken – ein ganz stattlicher Fang.

Das Abendessen ist gesichert und morgen gibt es Fischsuppe!

Wir laufen am Abend Fallmouth an, einen für Kreuzfahrtschiffe gerichteten Hafen (zum Glück keine „schwimmenden Hotels“ weit und breit!) und verbringen dort eine angenehme Nacht.

Weiter nach Ocho Rios, wo wir im Hafenbecken vor Anker gehen.

Dort müssen wir natürlich die weltbekannten „Dunn River Falls“ erklimmen.

Wiederum viel Glück – es sind nur „wenige“ Touristen unterwegs – keine Kreuzfahrtschiffe im Hafen vor Anker! – Ansonsten wimmelt es hier wie in einem Ameisenhaufen – also kein richtiges Vergnügen. Wir aber kommen zu einem wunderbaren feuchten Erlebnis.

Übrigens, die Steine im Wasserfall werden von den Guides (jeder hat seinen Abschnitt zum Reinigen) täglich am Abend mit Bürsten geputzt, damit kein Tourist auf einem Felsen ausrutscht!

Am Nachmittag geht es mit unserem Privatfahrer in die Blue Mountains nach Nine Miles.

Richtig, das ist der Geburtsort der Reggae Legende Bob Marley (Sohn einer Jamaikanerin und eines englischen Offiziers!).

Am „Sugar Hill“, wo er seine ersten Jahre der Kindheit verbrachte, bevor er nach Kingston Town übersiedelte, wurde eine würdige Gedenkstätte errichtet.

Die Fahrt dort hin wurde bereits zu einem Naturerlebnis – einfach unbeschreibliche Landschaften und dazu die vielen kleinen Ortschaften (oder sollte man sagen „Bruchbudenansammlungen“?).

Weiter ging es nach Port Antonio im Nord-Osten der Insel, wo wir in der Bucht unmittelbar vor der „Erol Flynn Marina“ vor Anker gehen.

Erster Sundowner an der Bar.

In den nächsten Tagen werden alle Vorbereitungen für die Trauung in der „Frenchman Cove“ getroffen. Holger organisiert so „nebenbei“ noch unsere Silvesterfeier in einer kleinen, sehr angenehmen Hotelanlage, hoch über der Bucht.

Eine sehr angenehme Silvesternacht mit Tanz und …

Ganz anders als letztes Jahr – da waren wir ja mitten auf dem Atlantik unterwegs (wie mag es unseren damaligen Mitseglern Frank und den Wandersburschen Jannis und Jonez wohl gehen?)

Am 1.Jänner gab es dann auf Pink Panther Champagnerfrühstück, oder eher Mittagessen?

Keine Ahnung, eine Uhr trägt der Skipper von Pink Panther schon lange nicht mehr ;-)

 

3.Jänner – es ist so weit!

Das „Traumpaar“ ist bereit (Holger – No Way Out!)

Nach Fotoshooting im Park der Marina geht es nach Frenchman Cove, wo Bishop Farr persönlich die Trauung vornimmt. Er gestaltet die Zeremonie mit dem nötigen Ernst, ohne den Humor zu kurz kommen zu lassen: „Holger, Dein Geld ist jetzt auch Ihres, Ihr Geld bleibt Ihr’s - Jeah Mon – That’s Jamaika!"

Mit Einbruch der Dämmerung gibt es am Strand das Hochzeitsdinner in stimmungsvoller Atmosphäre.

Gegen 21:00 bringt uns unser Taxifahrer Andrew dann noch in das „Soldier Camp“, wo wir noch bei Rum und Zigarre weiterfeiern.

In den nächsten Tagen fahren wir dann mit dem Boot entlang der Küste, um Frenchman-Cove auch vom Meer aus zu sehen. Wir besuchen auch noch die Blue Lagoon mit dem berüchtigten „Blue Hole“.

Ein richtig tiefes Loch am Ende der Bucht, wo unterirdisch Süßwasser ins Meer strömt.

Am nächsten Tag machen wir mit unserem Fahrer Andrew einen Tagesausflug zum Driver River.

Seine „Reach Falls“ sind eigentlich schöner als Dunn River Falls und für Kreuzfahrttouristen nicht so leicht zu erreichen – daher nicht überlaufen! Natur Pur – einfach herrlich – obwohl, das Wasser aus den Blue Mountains ist schon ein bisschen „frisch“.

Nach einer Kokosnußerfrischung gibt es einen Mittagssnack bei einem „Jamaika McDonald’s“.

Das Fleisch und die „Zugaben“ vom offenen Grill schmeckten wunderbar.

Anschließend konnten wir das herrlich warme Salzwasser und den Boston Beach genießen.

Bei der Heimfahrt wurde Frischfleisch bei einem heimischen Metzger eingekauft. Da er nicht genau verstand, was ich wollte, habe ich mir das Fleisch eben selbst zugeschnitten J

Es wurde ein feudales Abendessen.

Wir wollten Port Antonio nicht verlassen, ohne das Soldier Camp und seine, unter Einheimischen sehr geschätzte Küche zu testen. Das Design des Ofens und der Küchenausstattung ist etwas ungewöhnlich, die Qualität der Speisen aber einmalig lecker!

Wir verließen dann Port Antonio, wobei wir uns beim Marina Manager sehr herzlich für seine geleistete Hilfestellungen danken möchten.

Port Antonio und die Erol Flynn Marina kann man getrost allen Seglern weiterempfehlen (vor allem mit so einem Manager!) – Danke

Weiter ging es mit einem „Day Trip“ nach Oracabessa Bay und am nächsten Tag weiter nach Ocho Rios. Dort besuchen wir am Abend das, vom Marina Manager in Port Antonio empfohlene Restaurant „Ocean 11“ – er hat auch einen Tisch für uns reservieren lassen (war schön dekoriert - und die Speisen gut und preiswert)

Von Ocho Rios sind wir mit Wind und Strömung westwärts, vorbei an Montego Bay (Pink Panther fühlt sich richtig wohl – konstante 9-12kn stehen an der Logge!) bis nach Lucien Harbour. Eine gut geschützte Bucht 8sm nach Montego Bay.

Am nächsten Morgen ging’s weiter und mit gutem Wind erreichten wir gegen 14:00 die „Ostecke“ von Jamaika - Negril

Vor Negril ankert man ungeschützt direkt vor der Küste – daher bei „Nordwetter“ nicht empfehlenswert!

Sunset bei Rick’s Cafe ist natürlich Pflicht.

Eine herrliche Anlage – gute Live Musik und bestes Ambiente.

Aber nur eine Stunde vor Sunset und bis 5 Minuten danach ist das Cafe gefüllt – wird dann aber sehr schnell von den Gästen verlassen.

Wo sind die Zeiten, da musste man schon um 15:00 im Cafe sein, um einen halbwegs annehmbaren Platz zu erhalten, den man dann selten vor 04:00 früh verlassen hat?

Das Service ist eben, wie fast überall in Jamaikas Touristenzentren sehr schlecht geworden.

Das vertreibt halt die Pauschaltouristen zu anderen Destinationen (Dom Rep, Cuba,…)

Was soll’s, wir hatten unseren Spaß (und ohne Touristenmassen ist es sowieso schöner)

Am nächsten Tag steht eine Fahrt mit dem „Water-Bike“ auf dem Programm.

Upps! War das der Rum von Gestern?

Am nächsten Abend endlich ein passender Sonnenuntergang – also nochmals rein in die „Hochzeitsklamotten“ und Foto-Shooting auf Pink Panther.

Zurück nach Montego Bay ging es wieder gegen Wind und Strömung.

Für Holger als erfahrenen Segler ein richtiges Segelwetter (bis 40Kn hart am Wind J)

Bis dann eine große Welle das Boot überrollt – ein Schlag und die Frontscheibe an Steuerbord hat einen großen Riss! Überall auf dem Vorschiff jede Menge Fischschuppen.

Da wollte wohl ein „Großer“ direkt in die Pfanne?

Die Scheibe wird vorerst abgedichtet und muss später dann in Saint Maarten (im Mai?) ausgetaucht werden – vorher werden wir wahrscheinlich keine Ersatzscheibe kriegen L)

Also Scheibe kaputt, Fisch weg – nix Gutes Karma für diesen Tag!

Die Nacht wurde dann in Moskito Cove (keine Angst – heißt nur mehr so!), einer schönen Bucht mit relativ schmaler Einfahrt, daher bestens geschützt, verbracht.

Wieder in Montego Bay – vor dem Yacht Club vor Anker - lassen wir uns am Abend von unserem Taxidriver Andrew in die Stadt bringen um zu Bummeln und noch ein gemeinsames Abendessen zu genießen. In Doctors Beach Restaurant ist es auch spürbar, warum der Tourismus in Jamaika seit Jahren stark rückgängig ist, das Service ist miserabel!!!!

Das so was nicht unbedingt die Stimmung hebt ist auch Selbstverständlich.

Wir besuchen dann noch „Margaritaville“, die „Montego Bay Ausgabe“ der Restaurant- und Barkette von Seglerlegende Jimmy Buffet (der übrigens auch hervorragende Musik macht – Ausprobieren!)

Also die Cocktails sind hier hervorragend – der Service lässt aber auch hier zu wünschen!

16.Jänner - Montego Bay – 16:00

Holger und Gudrun verlassen uns, der Flieger wartet.

Und wir gehen auch gleich „Anker auf“ und verlassen noch am Abend Jamaika Richtung Norden – Kuba wir kommen!